Mit dem hohen Norden kam Schwaar kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals in Kontakt. Er gehörte zu den ersten Schweizern, die 1950 in Schweden und 1956 Finnland an einem Orientierungslauf teilnahmen. Ausser den sportlichen Erlebnissen bewogen ihn Werke des Nordnorwegers Knut Hamsun, 1982 nach Lappland zu ziehen. «Glücklichen Umständen verdanke ich es, seit fünf Jahren einen guten Teil des Jahres in der abgelegenen Samensiedlung Näkkälä verbringen zu können», schrieb er im Sommer 1990. Bis zu seinem Tod am 3. Februar 2014 verbrachte er den grössten Teil der Zeit im Norden Finnlands.
“Es grenzt für mich an menschliches Wunder, dass Hans Ulrich Schwaar hier von samischen Leuten so gut und so lange aufgenommen worden ist, denn diese Ausnahme scheint mir die Regel zu bestätigen, die ich hier mit jeder Deutlichkeit zu spüren meine: Die Integration eines Fremden ist hier in aller Regel gerade nicht möglich. Man kann auch hier nur wieder einmal mehr sagen: les extrèmes se touchent. Als extrem seltene Ausnahme war das vielleicht für einmal möglich.
Ich glaube, einen Fall Hans Ulrich Schwaar kann es nur einmal geben, er ist nie mehr wiederholbar hier, man kann nur noch auf seinen Spuren wandeln, wie ich das gerade jetzt selber tue.”
Zitat aus: der Sprung ins Samenland
Dr. Niklaus Gaschen, Bern
Das Haus am Saimaa
Aus "Erlebtes Finnland"; erschienen 1983 im Eigenverlag






Kurzvideo zu Hans Ulrich Schwaars Rückkehr nach Näkkälä 2013