Senn, Paul  (1901 - 1953)

Paul Senn in seinem Atelier in Bern; 1941

 

Paul Senn wird zusammen mit Gotthard Schuh und Hans Staub zu den drei grossen 'S' der Schweizer Reporter-Generation zwischen 1930 und 1950 gezählt. In der Ära Kübler erreichte er bei der Zürcher Illustrierten und später beim Du nationale Bekanntheit.
Er gilt als Vertreter einer neuen Bildsprache, die den Alltag der Menschen zum Thema machte. Insgesamt fotografierte er für über 15 schweizerische und ausländische Illustrierte.
In der Schweiz entstanden Reportagen über die bäuerliche Welt und die Arbeiterschaft. Daneben bereiste er die meisten Länder Europas und hielt sich später auch in Süd- und Nordamerika auf.

Die Stiftung Schwaar ist im Besitz von etwas über 50 Fotografien von Paul Senn.

Eine besondere Affinität verband Senn mit der bäuerlichen Bevölkerung und den Arbeitern. Für "Die Nation" machte er in den 1940er Jahren Sozialreportagen mit anklägerischer Schärfe. Etwa über das Elend der Heimarbeiterinnen im Emmental, über sexuellen Missbrauch oder über die Lage im Heim- und Anstaltswesen. Gedacht als Brückenschlag zwischen Stadt und Land fasst der Fotoband Bauer und Arbeiter sein Schaffen von 1930 bis 1943 zusammen.



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