Manessier, Alfred

Geboren in Saint-Ouen (F). Architekturstudium an der Ecole des Beaux-Arts in Paris. Ab 1935 besucht er die Académie Ranson im Montparnasse. Die Welt des Surrealismus beeinflusst seine Bildthemen. Im Jahre 1936 verlässt er die Architektur, um sich ganz der Malerei zu widmen. Er richtet sich in Paris ein und wird Teil der Gruppe der Nouvelle Ecole von Paris, einer Vorreiterin der modernen Malerei. 1943 macht Manessier eine tiefe spirituelle Erfahrung im Trappistenkloster von Soligny. Er findet dort zum Glauben, der sein ganzes Werk nähren wird. Dies ist auch die Zeit, in der er sich allen künstlerischen Ausdrucksweisen zuwendet: Erarbeitung von Glasfenstern, Zusammenarbeit mit den Webern der Werkstatt Plasse le Caisne, Illustration von Büchern, Töpferglasuren, Entwerfen von Kostümen und Theaterdekorationen. 1972 wird Alfred Manessier nach 33 Jahren aus seinem Atelier in Paris vertrieben. Er zieht sich nach Emancé zurück. Dort stirbt er am Sonntag, den 1. August 1993 an den Folgen eines Verkehrsunfalls.